40 Tage nach Weihnachten, am 2. Februar, steht Frankreich ganz im Zeichen des Crêpes. Aber warum eigentlich? Ursprünglich feierten die Katholiken an diesem Tag Mariä Lichtmess, auf Französisch „La Chandeleur“. Heute geht man davon aus, dass das Fest auf ein heidnisches Lichterfest zurückgeht.
Der Crêpe spielt dabei eine symbolische Rolle: Er steht für die Rückkehr der Sonne nach dem Winter. Die Bauern glaubten, wenn sie an diesem Tag keine Crêpes backten, würde dies Unglück bringen und ihre Weizenernte verderben. Aus diesem Grund wurde am Lichtmesstag traditionell besonders viel gebacken.
Bräuche rund um La Chandeleur
Am 2. Februar gibt es viele Bräuche rund um das Crêpes-Backen:
Die Crêpes werden in der Pfanne gewendet: Die Crêpes werden traditionell mit der rechten Hand gebacken, während man in der linken Hand eine Goldmünze hält. Der Crêpe muss in die Luft geworfen werden und nach einer Drehung wieder in der Pfanne landen. Wem das gelingt, dem soll das kommende Jahr Glück und Reichtum bringen.
Für unverheiratete Frauen: In einigen Regionen Frankreichs glaubt man, dass eine junge Frau, die sechs Crêpes hintereinander fehlerfrei in der Luft wendet, noch im selben Jahr heiratet.
Ein modernes Crêpes-Fest
Auch wenn die religiösen Ursprünge von La Chandeleur heute weniger im Vordergrund stehen, ist der Tag immer noch ein Höhepunkt im französischen Kalender. Jedes Jahr am 2. Februar feiern die Franzosen mit Familie und Freunden ein großes Crêpes-Fest.
La Chandeleur verbindet alte Traditionen mit moderner Lebensfreude. Mit Crêpes, die die Sonne symbolisieren, feiern die Franzosen die Rückkehr des Lichts und genießen diesen besonderen Tag in vollen Zügen.
